
Seit Vorgestern bin ich nun endlich in die Wochenbettabteilung umgezogen. Nach einer Woche Intensivstation bin ich etwas verloren mit dieser neu gewonnener Freiheit. Ich habe seit Tagen auf diesen Moment gewartet doch als ich in mein neues Zimmer trat, sah ich als erstes die Badewanne und der Wickeltisch und realisierte einmal mehr dass ich mich nicht um mein Kind kümmern kann, wie es die anderen Mütter in den Zimmern neben an tun. Am schlimmsten aber sind die Nächte wenn mich das Weinen eines Babys am schlafen hindert. Einerseits bin ich genervt, dass ich wegen einem anderen Baby und nicht meinem nicht schlafen kann und anderseits bin ich eifersüchtig, dass die Mutter nebenan ein Kind bei sich hat und nicht ich!
Von all dem mal abgesehen gefällt es mir doch besser im neuen Zimmer. Ich kann aufstehen, duschen, spazieren gehen, und Basile besuchen wann ich will, und darf auch mehr Besuch empfangen.
Als wir gestern bei Basile waren, fragte uns die Krankenschwester ob wir Basile schon einmal in den Händen gehalten haben. Ich fragte überrascht ob dies denn schon möglich sei und daraufhin durften wir Basile das erste Mal in die Hände nehmen. Es ist schwer zu beschreiben, was ich dabei gefühlt habe. Etwas zwischen Angst ihn zu zerbrechen und ein enormes Glücksgefühl! Als ich ihn so in meinen Händen sah, wurde mir noch mehr bewusst wie klein und zerbrechlich er ist.

Unser erstes Familienfoto habe ich mir zwar anders vorgestellt aber ich finde es ist trotzdem gut gelungen. :)