Auch wenn Du am 22 November zwei Jahre alt wurdest, ist der 18. März für uns wie dein zweites Geburtsdatum. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich am Morgen des 18. März 2011 um 9Uhr in der Neonat ungeduldig auf die Antwort der Ärzte wartete. Bis ich am Mittag endlich die positive Nachricht erhielt, dass du heute nach Hause darfst! Sofort gingen Haufenweise SMS um die ganze Welt um meine grosse Freude mit allen zu teilen!
Seit diesem Tag hat sich vieles geändert. Du bist zu einem kleinen Jungen herangewachsen. Am 6. Mai hast Du Deine ersten Schritte am Rheinfall gemacht und im Haus Deiner Großeltern hast Du im langen Gang geübt! Auf und Ab, Auf und Ab...
Nach vielen Therapiestunden (3x pro Woche) hast Du im Sommer angefangen Deine ersten Worte zu sagen. Und seit ein paar Wochen, dank den Ferien die Du bei Deinen Grosseltern in der Schweiz gemacht hast, kannst Du sogar schon ein wenig Schweizerdeutsch (ässe, abä, träge...) Auch mit der Gebärdensprache machst du grosse Fortschritte. Aber am liebsten hast Du Musik. Es bereitet uns viel Freude und Erstaunen zu, wenn wir dir zuzusehen, wie Du Dich im Rhythmus der Musik bewegst!
Du kannst aber auch sehr eigensinnig sein. ;) Du weisst schon ganz genau was Du willst und besonders was Du NICHT willst. So ist es manchmal schwierig Dich anzukleiden, ins Auto oder zum gehen zu bringen. Auch das Essen ist schwieriger geworden. Vor ein paar Monaten hast Du noch alles mit grossem Appetit herunter geschlungen. Jetzt aber isst Du am liebsten Kartoffelpüree, Erbsli und Rüebli, Käse, Joghurt und alles was süss ist. Das wird sich aber bestimmt wieder ändern. (Hoffe ich!!)
Seit November wohnen wir in einem Hausteil auf dem Land, wo Du Stundenlang im Garten spielst oder den Katzen nach springst. Ich freue mich auf den Sommer, dann können wir endlich grosse Spaziergänge machen, und die Tiere der umliegenden Bauernhöfe bestaunen.
Ich bin sehr dankbar, dass es Dir so gut geht. Denn im Gegensatz was uns die Neonat vorhergesagt hat, bist Du selten krank gewesen und musstest nie ins Krankenhaus. Ich wünsche Dir, dass es so weiter geht.
Für dieses Jahr, Basile, wünsche ich Dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen, denn ich weiss, dass das Reden und Hören lernen für dich sehr schwierig ist. Ich weiss aber auch, dass Du sehr stark bist und habe Vertrauen, dass Du eines Tages nicht nur Französisch sprichst, sondern auch Deutsch und die Gebärdensprache perfekt beherrschst!!
Mach weiter so!!
Ich liebe Dich mein Sohn!
Deine Mama
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